DECT
DECT ist ein Funkstandard für schnurlose Telefone. Im Unternehmensumfeld ermöglicht DECT Mitarbeitenden, sich während eines Telefongesprächs innerhalb eines festgelegten Bereichs frei zu bewegen. DECT-Systeme werden deshalb häufig in Büros, Produktionshallen, Lagern, Werkstätten, Pflegeeinrichtungen oder größeren Gebäuden eingesetzt.
Was bedeutet DECT?
DECT steht für „Digital Enhanced Cordless Telecommunications“. Es handelt sich um einen international verbreiteten Standard für die drahtlose Übertragung von Telefongesprächen.
Ein DECT-Telefon besteht in der Regel aus einem mobilen Handgerät und einer oder mehreren Basisstationen. Das Handgerät verbindet sich per Funk mit der Basisstation, die wiederum an eine Telefonanlage oder Kommunikationsplattform angebunden ist.
Im Gegensatz zu einem klassischen Tischtelefon sind Mitarbeitende dadurch nicht an einen festen Arbeitsplatz gebunden. Sie können während eines Gesprächs ihren Arbeitsplatz verlassen und sich innerhalb der Funkabdeckung bewegen.
DECT-Telefone werden häufig dort eingesetzt, wo Mitarbeitende regelmäßig zwischen verschiedenen Arbeitsbereichen wechseln. Dazu gehören beispielsweise:
- Lager und Logistik
- Produktion und Werkstätten
- Einzelhandel
- Pflege- und Gesundheitseinrichtungen
- Hotels und Gastronomie
- Größere Bürogebäude
- Technischer Service
- Empfangs- und Bereitschaftsbereiche
Wie funktioniert ein DECT-System?
Die Basisstation bildet die Verbindung zwischen den schnurlosen Handgeräten und der Telefonanlage. Sie empfängt die Funksignale der Mobilteile und überträgt die Gespräche an das Kommunikationssystem.
Für kleinere Büros kann eine einzelne Basisstation ausreichen. In größeren Gebäuden oder auf weitläufigen Betriebsgeländen werden häufig mehrere Basisstationen eingesetzt. Ein solches System wird als DECT-Multizellensystem bezeichnet.
Die Basisstationen bilden gemeinsam ein zusammenhängendes Funknetz. Mitarbeitende können sich dadurch während eines Gesprächs durch verschiedene Gebäudebereiche bewegen, ohne dass die Verbindung unterbrochen wird. Der Wechsel zwischen den Basisstationen erfolgt im Idealfall automatisch.
Bei der Planung eines DECT-Systems müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:
- Größe und Aufbau des Gebäudes
- Wände, Decken und verwendete Baumaterialien
- Anzahl der benötigten Mobilteile
- Gleichzeitige Telefongespräche
- Außen- und Innenbereiche
- Technische Infrastruktur
- Anbindung an die vorhandene Telefonanlage
- Sicherheits- und Verfügbarkeitsanforderungen
Insbesondere massive Wände, Metallflächen oder mehrere Etagen können die Funkabdeckung beeinflussen. Vor der Installation sollte deshalb geprüft werden, wie viele Basisstationen benötigt werden und wo diese sinnvoll positioniert werden können.
Welche Vorteile bietet DECT im Unternehmen?
DECT verbindet die Erreichbarkeit einer geschäftlichen Rufnummer mit der Bewegungsfreiheit eines schnurlosen Telefons.
Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:
- Mobile Erreichbarkeit innerhalb des Unternehmens
- Gute Eignung für größere Gebäude und Betriebsgelände
- Zuverlässige Sprachübertragung
- Erweiterung durch zusätzliche Basisstationen
- Unterstützung mehrerer Mobilteile
- Übergabe von Gesprächen zwischen Funkzellen
- Integration in moderne Telefonanlagen
- Geeignet für Arbeitsplätze ohne festen Schreibtisch
Mitarbeitende bleiben erreichbar, auch wenn sie sich nicht unmittelbar an ihrem Arbeitsplatz befinden. Das ist besonders in Bereichen wichtig, in denen regelmäßig Wege zwischen Büros, Lagern, Stationen oder Produktionsbereichen zurückgelegt werden.
Ob vorhandene DECT-Geräte bei der Einführung einer neuen Cloud-Telefonanlage weiterverwendet werden können, hängt von ihrer technischen Kompatibilität ab. Auch Alter, Sicherheitsstandards und unterstützte Funktionen sollten berücksichtigt werden.
Ein bestehendes DECT-System kann technisch weiterhin funktionieren, gleichzeitig aber bestimmte Funktionen einer modernen Kommunikationsplattform nicht vollständig unterstützen. Deshalb sollte bei einer Umstellung geprüft werden, ob eine Weiterverwendung langfristig sinnvoll und wirtschaftlich ist.